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Heidelberg am Neckar

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Heidelberg

Die Stadt Heidelberg zählt zu den schönsten Städten Deutschlands. Touristen lieben die malerische Altstadt mit ihren schmalen Gässchen und der majestätischen Schlossruine. Die Stadt am Neckar ist jedoch auch für ihre Universität berühmt. Die Ruprecht-Karls-Universität wurde 1386 gegründet und ist damit eine der ältesten Universitäten in Europa und die älteste Universität Deutschlands.

Die zehn wichtigsten Informationen auf einen Blick:

  • Mit 160.000 Einwohnern (Stand 2019) ist Heidelberg die fünftgrößte Stadt in Baden-Württemberg.
    ·Heidelberg ist zusammen mit den Großstädten Mannheim und Ludwigshafen Teil der Metropolregion Rhein-Neckar.
    ·Heidelberg wurde im Jahr 1196 erstmals schriftlich erwähnt, die Geschichte der Stadt geht jedoch bis in keltische und römische Zeit zurück.
    ·Die „Ruperto Carola“ wurde 1386 gegründet und ist damit die älteste Universität Deutschlands.
    ·Vom 14. Jahrhundert bis 1720 war Heidelberg die Hauptstadt der Kurpfalz.
    ·1518 hielt Martin Luther seine „Heidelberger Disputation“, die eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung der Reformation spielt.
    ·Als eine der wenigen deutschen Großstädte überstand Heidelberg den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet und verfügt so über eine unversehrte barocke Altstadt.
    ·Fast 12 Millionen Gäste kommen jährlich nach Heidelberg, über eine Millionen von ihnen besuchen das Heidelberger Schloss.
    ·Die Heidelberger Hauptstraße gilt mit einer ununterbrochenen Länge von 1,6 Kilometern als „längste Fußgängerzone Europas“.
    ·Eine der Heidelberger Sehenswürdigkeiten ist die Alte Brücke, die 1786 bis 1788 errichtet wurde. Kurz vor Kriegsende wurde sie auf Befehl der Nationalsozialismus gesprengt und 1947 wieder aufgebaut!

 

Sehenswürdigkeiten Heidelberg

Bismarckplatz Heidelberg:

Wichtige Information: Am Bismarckplatz finden Sie viele Möglichkeiten, Ihr Fahrrad abzustellen. Einige Sehenswürdigkeiten (z.B. Schlangenweg, Schloss Heidelberg) sind nicht mit dem Fahrrad erreichbar.
Am Bismarckplatz in Heidelberg startet die längste Fußgängerzone Europas und führt direkt in den Kern der Altstadt und endet am romantischen Heidelberger Schloss. Die kleinen verwunschenen Gässchen laden zum Schlendern und Verweilen in den zwanglosen Cafés ein. Die besonderen Sehenswürdigkeiten von Heidelberg befinden sich in der Altstadt von Heidelberg, welche durch die Fußgängerzone erreicht wird.

Heiliggeistkirche und Marktplatz:

Im Zentrum der historischen Kernaltstadt gelegen, wird der Marktplatz von der Heiliggeistkirche, dem Rathaus und der Hauptstraße dominiert. In der Mitte des Platzes steht der Herkulesbrunnen, der an den schwierigen Wiederaufbau Heidelbergs nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg erinnern soll.

Die Heiliggeistkirche wurde im 14. Jahrhundert gebaut und 1398 noch einmal erweitert. So ist das gotische Bauwerk vor allem mit der religiösen und wissenschaftlichen Stadtgeschichte Heidelbergs verbunden.

Das Langhaus war lange Zeit das Zuhause der Bibliotheca Palatina, einer der wichtigsten Renaissance-Bibliotheken, und wechselte mehrfach zwischen lutherischem bzw. reformiertem und katholischem Bekenntnis. Zeitweise kam es sogar zu einer Doppelnutzung beider Konfessionen und die Gottesdienste fanden durch eine Mauer getrennt statt. Seit 1936 ist die Heiliggeistkirche ausschließlich evangelisch. Zwischen 1398 und 1515 errichtet und baulich immer wieder verändert, ist die Kirche eine Mischung aus Gotik und Barock. Sie sticht durch ihr relativ schmuckloses Äußeres hervor, wobei sie dabei durchaus monumental wirkt. Das Highlight der Fassade sind aber unbestritten die kleinen Läden zu Fuße der Kirche. Hier finden Sie allerlei Nippes und Souvenirs. Im Inneren ist die Heiliggeistkirche ähnlich zurückhaltend gestaltet. Dies war allerdings vor dem Bildersturm im Zuge der Reformation ganz anders. Die Kirche soll sehr reich geschmückt gewesen sein. Vom einstigen Glanz ist lediglich die Kanzel übrig. Wer mag, kann gegen eine kleine Spende die 208 Stufen des Kirchturmes erklimmen und von der Aussichtsplattform in 38 Metern Höhe den Blick über die Heidelberg Sehenswürdigkeiten und die Umgebung genießen.

Alte Brücke:

Die Alte Brücke ist eines der Wahrzeichen Heidelbergs und eine der am schönsten gelegenen Brücken Deutschlands. Als 1784 die bereits achte Brücke an dieser Stelle durch Hochwasser zerstört wurde, entschloss sich Kurfürst Karl-Theodor 1786 eine neue, diesmal steinerne, Brücke bauen zu lassen.

Die Alte Brücke verbindet seit jeher die Altstadt Heidelbergs mit dem Neckarufer auf der anderen Seite Heidelbergs. Die Brücke überdauerte die Jahre standhaft, bis die Wehrmacht sie 1945 in den letzten Kriegstagen sprengte. Doch schon zwei Jahre später war sie wieder aufgebaut und ist heute eine reine Fußgänger-und Fahrradbrücke. Sie ist eine der wenigen noch erhaltenen Steinbrücken. Nicht nur, dass die Alte Brücke sich malerisch in das Neckartal einfügt, sie hält auch einige Heidelberg Sehenswürdigkeiten bereit. So wird die Altstadtseite vom noch aus dem Mittelalter erhaltenen Brückentor eröffnet. Auf dem zweiten und siebten Pfeiler steht jeweils eine Statue. Die vordere zeigt den Kurfürsten Karl-Theodor, die hintere die römische Göttin der Weisheit Minerva. Beide Stauen sind als Hinweis auf Karl-Theodor und sein Selbstbild zu verstehen. Das unbestrittene Highlight der Alten Brücke ist jedoch der Brückenaffe: Ein aus Bronze gefertigter Affe, ähnlich einem Pavian, sitzt auf der Balustrade und hält in der linken Hand einen Spiegel, während die rechte Hand den bösen Blick abwehrt. Er ist das Symbol für Eitelkeit und Spott und hält dem Betrachter im wahrsten Sinne des Wortes den Spiegel vor. Der ursprüngliche Brückenaffe –der heutige sitzt erst seit 1979 hier –berührte mit der rechten Hand seinen Hintern. Der Kopf des Affen ist hohl, sodass man den eigenen Kopf hineinhalten kann. Ein besonders beliebtes Fotomotiv. Neben dem Affen sitzen Mäuse.

Tipp: Es heißt, dass derjenige, wer die rechte Hand des Affen berührt, nach Heidelberg zurückkehren wird. Wer den Spiegel anfasst, wird Wohlstand haben und wer die Mäuse streichelt, der bekommt viele Kinder.

Philosophenweg:

Vom Stadtteil Neuenheim auf der anderen Seite des Neckars aus führt der Philosophenweg ganze zwei Kilometer am Fluss entlang bis auf den Südhang des Heilgenbergs. Auf beinahe der ganzen Strecke haben Sie einen wundervollen Blick auf den Neckar, den Königstuhl, das Heidelberger Schloss und Heidelberg im Ganzen. Eine einzigartige Verbindung von Stadt und Natur. Der Philosophenweg beginnt recht unscheinbar in einer Wohngegend und führt auch die ersten 700 Meter weiter durch die Straßen wohlhabender Heidelberger. Entlang am Philosophengärtchen–hier finden Sie neben wunderschönen Pflanzen und Blumen auch zahlreiche Reminiszenzen an romantische Dichter wie Hölderlin oder Eichendorff -über einen befestigten, mit Bäumen und Sträuchern flankierten Weg bis hinauf zu den Hängen des Heiligenberges. Da lässt es sich doch wunderbar ausruhen und die Aussicht genießen. Die einzigartige Lage des Philosophenweges führt dazu, dass hier ganz eigene klimatische Bedingungen herrschen. Die Temperatur ist hier im Durchschnitt 1,5 Grad wärmer als in der Stadt. Dies bewirkt, dass am Philosophenweg Pflanzen und Sträucher wie in der Toskana gedeihen können. Und so ist der Weg gesäumt von Pinien, Zitronenbäumen, Zypressen und sogar Palmen. Der Philosophenweg ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Heidelbergs und sollte bei keinem Rundgang fehlen.

Tipp: Da die Stadt recht klein ist, können Sie die meisten Heidelberger Sehenswürdigkeiten an einem Tag sehen. Ein klassischer Rundgang umfasst den Philosophenweg, den Schlangenweg, die Altstadt, die Alte Brücke und das Schloss Heidelberg.

Kornmarkt:

Der Kornmarkt bietet als idyllischer kleiner Marktplatz einen wunderbaren Blick auf das Schloss und liegt diesem zu Füßen. Für diejenigen, die den Weg zum Schloss nicht in Angriff nehmen möchten, bietet der Kornmarkt die optimale Fotokulisse. Für all die anderen befindet sich direkt hinter dem Kornmarkt der Aufgang zur Heidelberger Schlossruine.

Heidelberger Schloss und Schlossgarten:

Vermutlich im 13. Jahrhundert zunächst als Burg erbaut, war das Schloss über die Jahrhunderte hinweg zahlreichen baulichen Veränderungen unterworfen. Da es über fünf Jahrhunderte die Residenz der Kurfürsten von der Pfalz war, hat beinahe jeder Kurfürst seine Ideen, wie das Schloss auszusehen habe, umgesetzt. Und so finden sich gotische, Renaissance- und klassizistische Elemente. Dass das Schloss heute eher eine Ruine ist, liegt vor allem daran, dass es so oft zerstört wurde. Gleich dreimal in 75 Jahren wurde es verwüstet und niedergerissen –zweimal durch französische Truppen und einmal durch einen Blitzeinschlag. Die Zeitgenossen waren der Restaurierung schließlich überdrüssig und entschlossen sich, das Schloss dem Verfall zu überlassen bzw. den Status quo zu erhalten. Heute ist die Schlossruine eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Deutschland und die erste Adresse unter den Heidelberg Sehenswürdigkeiten. Das Highlight des Schlosses ist übrigens der sogenannte Altan. Hier haben Sie nicht nur eine wundervolle Aussicht auf das Neckartal, sondern können auch die größte Kuriosität des Schlosses sehen: den Rittersprung. Der Legende nach soll ein Ritter, der in flagranti mit einer Hofdame erwischt wurde, in seiner Verzweiflung aus dem Fenster gesprungen sein und dabei diesen Fußabdruck hinterlassen haben.

Tipp: Ähnlich wie bei Aschenputtel und ihrem Schuh soll derjenige, dem der Fußabdruck „passt“, ein glückliches Leben haben. Probieren Sie es doch auch mal

Zum Heidelberger Schloss gibt es schon einen Ausflugsziel-Eintrag

Weitere Sehenswürdigkeiten:

  • Bergbahn
    ·Zoo Heidelberg
    ·Thingstätte
    ·Königsstuhl mit Freizeitpark Märchenparadies und Falknerei Tinnunculus
    ·Studentenkarzer

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