{"id":4816,"date":"2023-06-14T14:28:22","date_gmt":"2023-06-14T12:28:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.palatin.de\/?p=4816"},"modified":"2023-08-04T12:21:15","modified_gmt":"2023-08-04T10:21:15","slug":"diversitaet-im-palatin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.palatin.de\/en\/presse\/insights\/diversitaet-im-palatin\/","title":{"rendered":"Diversit\u00e4t im Palatin"},"content":{"rendered":"<h2>Was ist gendern?<\/h2>\n<p><strong>Gendern<\/strong> meint die Verwendung geschlechtergerechter Formulierungen zur <strong>sprachlichen Gleichbehandlung aller Geschlechter<\/strong>.<\/p>\n<p>Soweit die Theorie, doch was bedeutet es in der Praxis zu gendern?<\/p>\n<p>Unter Gender versteht man<strong> das soziale Geschlecht<\/strong>. Es ist also nicht das biologische Geschlecht gemeint. Das soziale Geschlecht ist deshalb so wichtig, weil es unsere Selbstwahrnehmung und unser Selbstbild beeinflusst und vom biologischen Geschlecht abweichen kann.<\/p>\n<p>Neben weiblichen und m\u00e4nnlichen Personen k\u00f6nnen durch das Gendern demnach auch nichtbin\u00e4re und diversgeschlechtliche Menschen angesprochen und vor allem mit einbezogen werden.<\/p>\n<p>Einfach gesagt, ist Gendern also der <strong>geschlechterbewusste Sprachgebrauch<\/strong>. Mit dem Gendern soll die Gleichbehandlung aller Personen in der schriftlichen und gesprochenen Kommunikation erreicht werden.<\/p>\n<p>In Deutschland gibt es noch keine einheitlichen Regelungen zum Gendern. Allgemein werden neutrale Formen empfohlen, die ohne Bezug zu einem Geschlecht auskommen.<\/p>\n<h2>Warum gendern wir im Palatin?<\/h2>\n<p>Nat\u00fcrlich und zum Gl\u00fcck sind unsere BesucherInnen und Mitarbeitenden im Palatin ganz unterschiedlich und einzigartig. Wir wollen diese<strong> Vielfalt<\/strong> als Hotel, inklusive Restaurant, Tagungsbereich, Eventlocation und Kulturzentrum leben. Und das geht nur, wenn wir alle Menschen einbeziehen. Unsere Sprache formt n\u00e4mlich schon im Alltag unsere Gedanken.<\/p>\n<p>Wir w\u00fcrden Sie gerne zu einem kurzen <strong>Gedankenexperiment<\/strong> einladen.<\/p>\n<p>Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie in der Warteschlange einer B\u00e4ckerei stehen und sich mit einer anderen, wartenden Person unterhalten. Diese Person erz\u00e4hlt Ihnen dann, dass die \u201eB\u00e4cker\u201c in dieser Backstube die besten Zimtschnecken backen.<\/p>\n<p>Welches Bild erscheint dann vor Ihrem inneren Auge?<\/p>\n<p>Und was passiert, wenn in genau demselben Gespr\u00e4ch von \u201eB\u00e4ckerInnen\u201c oder \u201eB\u00e4ckerinnen und B\u00e4ckern\u201c die Rede gewesen w\u00e4re?<\/p>\n<p>Hat Ihnen das erste Bild eine Gruppe von M\u00e4nnern gezeigt? Dann geht es Ihnen, wie vielen Menschen. Das ist auch nicht schlimm, denn man kann das vor dem inneren Auge erscheinende Bild leicht \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Schauen wir uns dazu das Beispiel der \u201eB\u00e4ckerInnen\u201c an. Hier denkt man, durch eine kleine \u00c4nderung der Formulierung, an eine diverse Gruppe von Menschen. Au\u00dferdem ist der Begriff \u201eB\u00e4ckerInnen\u201c viel n\u00e4her an der Realit\u00e4t. Denn in den wenigsten B\u00e4ckereien findet man heute ausschlie\u00dflich m\u00e4nnliche Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Gendern macht also den entscheidenden<strong> Unterschied zwischen Einbeziehung und Ausgrenzung<\/strong>. Durch dieses kurze Gedankenspiel erh\u00e4lt man bereits einen Eindruck davon, wie wichtig das Gendern ist.<\/p>\n<p>Wir im Palatin wollen unsere Mitmenschen nicht nur \u201emit meinen\u201c, sondern auch direkt mit ansprechen. F\u00fcr m\u00f6glichst korrektes Gendern, haben wir uns deshalb f\u00fcr die Festlegung interner Richtlinien entschieden. Diese Leitplanken sind nach einem Priorit\u00e4ten-System aufgebaut. Im ersten Schritt versuchen wir, <strong>Synonyme<\/strong> zu finden. Wir sagen also beispielsweise statt Teilnehmer, Teilnehmende. Falls es kein passendes Synonym gibt, dann gendern wir, wie oben im Text, mit einem gro\u00dfen \u201eI\u201c. Wenn durch das Gendern mit dem gro\u00dfen \u201eI\u201c die maskuline Form verloren ginge, verwenden wir die weibliche und m\u00e4nnliche Variante des Wortes, beispielsweise \u00c4rzte und \u00c4rztinnen.<\/p>\n<p>Wir wissen, dass das Gendern ein kontroverses Thema ist. Wir sind uns ebenfalls der Tatsache bewusst, dass manche Menschen von der \u201eGender-Debatte\u201c genug haben. Dennoch haben wir uns entschieden, uns zu positionieren und nach unserem Wertekompass zu kommunizieren. Und nat\u00fcrlich gilt auch bei uns: \u201eNobody is perfect\u201c. Unser Motto beim Gendern ist deswegen auch: \u201eMutig sein! <strong>Lieber fehlerhaft, als gar nicht gendern<\/strong>.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist gendern? Gendern meint die Verwendung geschlechtergerechter Formulierungen zur sprachlichen Gleichbehandlung aller Geschlechter. Soweit die Theorie, doch was bedeutet es in der Praxis zu gendern? Unter Gender versteht man das soziale Geschlecht. Es ist also nicht das biologische Geschlecht gemeint. 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