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Von fernen Ländern, Dachterrassen und schwindenden Pinselborsten

31.03.2021

Von fernen Ländern, Dachterrassen und schwindenden Pinselborsten

Statt Vernissage ein Experiment: Künstlerporträt über Hermann Wintoch
als Videoclip

Wiesloch, 1. April 2021. Beim Malen will er sich nicht auf eine Kunstrichtung festlegen, will immer wieder Neues erproben, will dem Schaffensprozess keine Grenzen auferlegen. Der Blick in die Werkstatt eines Künstlers ist eine bereichernde Erfahrung.  Diesen bei der Schöpfung eines neuen Gemäldes über die Schulter zu schauen, mitzuerleben, wie Pinselstrich für Pinselstrich ein fertiges Bild ergeben, das den Betrachter staunen lässt, ist inspirierend. Hermann Wintoch und das Palatin Wiesloch haben sich nun gemeinsam auf ein gewagtes Experiment eingelassen.

Der Baiertaler Künstler, der sich in der Region längst einen Namen gemacht hat, sowie das Wieslocher Kongress- und Kulturzentrum haben aus der Not heraus gemeinsam etwas Neues geschaffen. Seit fünf Monaten bereits schmücken die Bilder des 75-Jährigen, der im Vorstand der „wieArt Künstlergruppe Rhein-Neckar e. V.“ aktiv ist, die Wände des Palatin-Foyers. Eine sehr beachtliche neue Ausstellung, die jedoch bislang ohne Vernissage und ohne das hochverehrte Publikum auskommen musste. Die Pandemie und die Regeln zur Eindämmung des Virus` blockieren – nach der Präsentation der Bilder von Elvira Dick – auch diese Ausstellung. Statt nun – wie ursprünglich geplant – eine Ausstellungseröffnung als Präsenzveranstaltung durchzuführen, hat das Palatin nun ein spannendes Künstlerporträt als Video erstellt, in dem Wintoch nicht nur einen Blick auf seine Gemälde gewährt, sondern auch in die Seele seiner Werke – und in ein Fotoalbum voller Erinnerungen an die Anfänge seiner künstlerischen Laufbahn – blicken lässt.

“Malen macht mich glücklich“, bekräftigt Hermann Wintoch und verrät im Dialog mit Matthias Eckstein, Geschäftsführer des Palatins, was das Wesen seiner Kunst ausmacht. Wintoch spricht von der Macht der Farben, von Schönheit, Harmonie und Liebe: Wohlklingende Worte, die positive Assoziationen wecken und im Einklang schwingen mit seinen Bildern. Wintoch fordert vom Betrachter seiner Bilder Eigenständigkeit ein, gibt keine Titel vor, will nicht in die Freiheit des kontemplativen Prozesses eingreifen und überlässt es dem Einzelnen, beim Verschmelzen mit den Farben selbst die Richtung zu wählen, die die Auseinandersetzung mit seiner Kunst nehmen soll. Spannend also. Wie übrigens ebenso der Videoclip, der auch für den erfahrenen Künstler eine ganz neue Erfahrung war.

Seit 25 Jahren wirkt Hermann Wintoch in seiner Galerie „Herwi“ in Baiertal, Matthias Eckstein besuchte ihn. Dabei verrät der Künstler, dass er in zahlreichen fernen Ländern der Erde unterwegs war und mit einer Vielzahl von Fotos zurückkehrte, die ihm in seinem Atelier als Vorlage für seine Bilder dienten. Und wie geht er bei seinen abstrakten Bildern vor? „Da fang‘ ich einfach an“, so Wintoch, der auch verrät, gerne auf seiner Dachterrasse zu malen und für ein Bild satte 80 Stunden lang gearbeitet zu haben – so lange, bis von den Pinselborsten fast nichts mehr übrig war.

Das 24-minütige Künstlerporträt ist auf der Website des Palatins unter https://www.palatin.de/kultur-entertainment/kunstwerkstatt/ sehen. Falls es die Corona-Bestimmungen erlauben, ist eine Finissage als Präsenzveranstaltung geplant. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

 

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