


Bereits zum sechsten Mal hieß es am 8. Dezember für die Auszubildenden und Mitarbeiter des Palatin „Vorhang auf“ für Unternehmenstheater, ein bewährtes Mittel, um Mitarbeitern auf spielerische Weise komplexe Themen zu veranschaulichen.
Auf dem Programm stand dieses Mal eine besonders sensible Zeit, der sich jeder Arbeitnehmern im Laufe seines Berufslebens gegenübersieht: Was passiert, wenn ich als Azubi vom Betrieb übernommen werde oder vom Mitarbeiter zum Abteilungsleiter aufsteige, wie finde ich in die neue Rolle, wie gehen meine Kollegen damit um, wie erreiche ich Akzeptanz und wie kann ich mir Unterstellten Anweisungen geben, mit denen ich vorher auf der gleichen Ebene stand.
Mit den Schauspielern des Improvisationstheaters „Drama light“ waren den Akteuren, die aus Mitarbeitern und Azubis bestanden, echte Profis zur Seite gestellt, die es einfühlsam verstanden, auf die Darstellung der Themen einzuwirken. So saßen in der ersten Szene drei Mitarbeiterinnen in einem Meeting – ein neuer Azubi, eine sehr motivierte junge Mitarbeiterin und eine eingefahrene Abteilungsleiterin – die sich konflikthaft mit der Umsetzung einer Veranstaltung auseinander setzten. In inneren Monologen stellten die „Schauspieler“ ihre inneren Konflikte und Gefühle dar, die im Gespräch nicht offen zum Ausdruck kommen konnten.
In der zweiten Szene musste ein ehemaliger Azubi, der in den Service übernommen wurde, dem Festangestellten, der ihn ausgebildet hatte, Anweisungen geben – gar nicht so einfach, wenn der alte „Chef“ einen immer dutzt und überhaupt nicht ernst nimmt.
In der letzten Szene ging es um eine altbekannte Situation: wie kann ich einen Kollegen darum bitten, etwas zu tun, wenn dieser von vorneherein blockiert und auf Abwehr geht. Auf „Augenhöhe“ gehen, Hilfe anbieten,
Verständnis für die Nöte des anderen zeigen und gleich bleibende Freundlichkeit weichen auch die härteste Nuss auf, wie die Zuschauer deutlich erleben konnten.
Ähnlichkeiten mit Personen oder Situationen im Betrieb wurden mit einem Augenzwinkern von Geschäftführer Klaus Michael Schindlmeier von vorneherein ausgeschlossen. Eine Fortsetzung für das Jahr 2010 mit einem neuen Thema ist in Planung.
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